Die Lange Nacht der Computerspiele feiert ihr 20 Jähriges Jubiläum

Logo LNC Jubilaeum
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Seit gestern ist es offiziell. Die Lange Nacht der Computerspiele ist dem Teeniealter entwachsen. Sie feierte gestern ihren 20. Geburtstag. Und eure Medienspürnase war wieder mit Spielen, alten Konsolen und der treuen Fujifilm X-t30 dabei.

 

Ich bin ja seit 2015 jedes Jahr vor Ort auf der Langen Nacht der Computerspiele gewesen, teils als Aussteller, teils als Besucher, um die Spielenacht mit allen ihren Facetten zu erleben. Zieht man die beiden Corona-Jahre 2020 und 2021 ab, in denen die Nacht der Computerspiele nur virtuell statt fand, war ich heute das neunte Mal auf diesem Event. Eigentlich wollte ich dieses Jahr wieder als Besucher kommen, da ich letztes Jahr ausstellte, aber so ein Jubiläum ohne alte Geräte und Brettspiele aufzusuchen, erschien mir nicht ganz richtig.

Jetzt würde ich eigentlich wieder schreiben, welche Aussteller dabei waren, einige deren Projekte vorstellen und eine Bildergallerie in den Artikel einfügen. Aber zum Jubiläum dieses Events gehe ich ein bisschen anders an diesen Bericht heran. Mir kam so ein Gedanke, das in Form einer kleinen Rückschau zu machen, über meine Erlebnisse und Erfahrungen dort. 

Was hat mich 2015 zur Spielenacht gebracht?

Wer mich kennt, der weis, daß ich Gaming liebe, vor allen haben es mir in den letzten Jahren alte Computerspiele aus meiner Jugend angetan. Ich bin mit einem Amiga, der Spielekiste perse sozialisiert worden. Dort bin ich Kontakt mit einigen der großen Spielereihen, die bis in die heutige Zeit immer wieder neue Teile und Inhalte erfahren, gekommen. Die Siedler, Civilization (ja den Teil 6 liebe ich), UFO: Enemy Unknown, Streetfighter, Mortal Kombat und viele mehr. Brettspiele hingegen spielten in meiner Jugend eher eine untergeordnete Rolle, weil in unserer Familie eher wenig gespielt wurde. Aber dennoch üben die einen gewissen Reiz auf mich aus. 

Irgendwann im April 2015 – ich hatte gerade Urlaub und kam von einer Reise zurück – las ich in der Lokalpresse nur eine kleine Anzeige „Die Lange Nacht der Computerspiele in Leipzig“. Das klang ja mal interessant Reisetasche in die Ecke geschmissen und mich in den Zug nach Leipzig gesetzt und hingefahren. Und dann auch noch Prompt auf diesem Event Petro Tyschtschenko von Commodore Deutschland kennen gelernt. Und auch 2016 wieder getroffen. 

Petro Tyschtschenko bei der langen Nacht der Spiele in Leipzig
Petro Tyschtschenko bei der langen Nacht der Spiele in Leipzig

Was ist die Lange Nacht der Computerspiele und was bdeutet sie für mich?

Ich habe die Computerspielenacht nie als reines Computerspiele-Event wahrgenommen. Ja klar, es geht um Computerspiele, moderne und alte Spiele aus meiner Jugendzeit. Aber es gibt auch tolle Vereine, die sich um Brettspiele, Tabletops, Pen and Papers kümmern auf der Spielenacht. Wer meine Artikel über die Spielenacht verfolgt, weis wovon ich genau schreibe. Es gibt schon zig Bilder dazu, und dieses Jahr werden es wieder mehr.

Kira Mumpitz (re.) in Begleitung von Sir Sven
Kira Mumpitz (re.) in Begleitung von Sir Sven

Aber die Spielenacht ist mehr als nur spielen, zocken und würfeln. Wer regelmäßig vor Ort ist weis, daß unteer den Ausstellern jedes Jahr einige Gesichter immer gleich bleiben, die einfach jedes Jahr vor Ort sind. Aber es kommen auch neue Aussteller hinzu. Mit den Gästen verhält es sich ähnlich. Viele Gäste lassen sich jedes Jahr blicken. An dieser Stelle grüße ich einmal Kira Mumpitz (deren Twitch-Kanal ich hier am Ende verlinke) und Sir Sven. Unter den Gästen sind auch immer viele Kinder und Jugendliche, die dieses Event geniesen, aber auch etliche Leute im Rentenalter, die entweder wegen den Retrocomputern kommen oder wegen ihren Enkeln. Für mich ist die Lange Nacht der Computerspiele ein Event, bei dem ich Spielebegeisterte Menschen aus ganz Mitteldeutschland treffen kann, um mich mit ihnen auszutauschen. Und gerade für etliche Aussteller in der Retrocomputerszene ist die LNC ein Treffpunkt. Leute aller Altersstufen kommen zusammen und haben für ein paar Stunden eine schöne Zeit.

Wie hat sich die LNC in den letzten Jahren gewandelt?

Ich glaube es war 2017, als das LNC-Urgestein und Gründer Renè Meyer die Organisiation der Spielenacht an weitere Professoren und die Studenten der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kunst (HTWK) übergab. Im Laufe der folgenden Jahre, insbesondere nach Corona, fielen einige Details der Veranstaltung, die ich lieb gewann, weg und andere kamen hinzu. Beispielsweise gab es bis 2016 Vorträge von Ausstellern zu gewissen Themen, die ich gerne mochte, aber dann weg fielen. Entweder fand sich da niemand mehr oder es bestand kein weiteres Interesse. Dafür kam aber irgendwann das Science Mash Up, ein Podiumsgespräch über die Gameskultur und die Soziologie um die Spiele herum. 

Neben vielem analogen und altem Kram (Brettspiele und Retrokonsolen aus den 80ern und 90ern), hatte man auch moderne Sachen zu präsentieren. Virtual Reality ist hier das Stichwort. Daneben präsentierten die Studenten des HTWK ihre Projekte in Robotik – einen Roboter, der in einem kleinen Labyrinth seinen Weg finden musste (siehe Bildergallerie). Auch war wieder ein Spiel im Roboterfußball für Interessierte zu beobachten. Eine Retronase wie ich, fühlt sich daneben gleich alt

Der selbstfahrende Roboter im Labyrinth
Der selbstfahrende Roboter im Labyrinth

Ein wesentlicher Bestandteil ist auch die e-Sport Szene. Die ist durch den Verein Leipzig eSports e.V. jedes Jahr vertreten und bietet da verschiedenste Turniere in verschiedenen Games an, die sogenannten LNC Masters. Das Ziel dieses Projekts ist es den eSport in die Breite zu bringen und massentauglich zu machen. 

Mit Corona hielten die Stände von Indie-Entwicklern bei der Spielenacht Einzug. Sympatische Teams zeigen ihre Games, stehen Rede und Antwort und die allermeisten Games kann man auch schon ausprobieren. Das währe vielleicht auch eine Gelegenheit um Weggefallenes wieder zu beleben?

Wie war denn das Jubiläum der LNC?

Im Vergleich zu den Vorjahren war wieder etwas mehr los. Es kamen einige neue Aussteller im Retrobereich dazu und der PC-Pool, den ich jetzt in den letzten Jahren etwas vermisst hatte. Wie immer präsentierte sich die diesjährige Spielenacht bunt und offen für Jedermann. Als Aussteller in diesem Jahr kann ich das Organisationsteam wieder nur loben, man hat dieses Event von vorn bis hinten super durchgeplant und die Mitarbeiter und Studenten des HTWK, für Besucher und Aussteller unterwegs waren, waren sehr engagiert und halfen bei kleinen Problemchen, wie fehlenden Stühlen und Tischen oder einer herausgesprungenen Sicherung sofort. Als langjähriger Aussteller und Besucher möchte ich auch noch das Team um die Gastronomie würdigen. Dieses Jahr gab es wieder verschiedene Burger zur Auswahl, die wirklich lecker geschmeckt haben. Der oder die Küchencheff|in wird an dieser Stelle von mir zum Burgermeister erhoben. 

  • Der übliche letzte Blick in den Kofferraum. Ist alles da?
    Der übliche letzte Blick in den Kofferraum. Ist alles da?

Update am 11. Mai 2026

Wie ihr seht, habe ich einige Screenshots von Computer- und Konsolengames gemacht. An moderneren Flachbildschirmen geht das recht einfach. Da wechselt das komplette Bild 24 oder 60 mal (bei Filmen) und bei Games natürlich noch öfters in der Sekunde. Es wird bei dieser Art von Monitoren aber immer ein volles Bild gezeigt.

Bei Röhrenmonitoren ist das anders. Das läuft über Interlacing. Röhrenmonitore wechseln nicht das Komplette Bild, sondern bauen es Zeile für Zeile auf. Dazu wird das Gesamtbild in zwei Halbbilder geteilt. Die erste Bildhälfte staartet beispielsweise bei Zeile Nr. 1 und wird nach unten aufgebaut dazu wird immer eine Zeile übersprungen. Also es werden Zeile 1, dann 3, dann 5 usw. aufgebaut. Dann ist das zweite Halbbild dran, das füllt dann die Lücken und macht alle geraden Zeilen voll. Bei 50 Bildern pro Sekunde wird es dann schon etwas tricky beim Fotografieren, man muss da schon die Belichtungszeiten verlängern.

In Hellen Umgebungen suboptimal, da will man eher mit kurzen Belichtungszeiten fotografieren, in Dunklen Umgebungen braucht man schon längere Belichtungszeiten, aber da muss man ein sehr ruhiges Händchen haben und in der Umgebung keine Bewegung sein, sonst gibts Unschärfen. 

Generell gilt bei PAL: Belichtungszeiten von Höchstens 1/50 Sekunde, länger ist natürlich besser. Auf Grund der Umstände (kein Stativ und die Umgebung) sind dann doch ein paar Streifen zu sehen.

Die obligatorischen Links am Ende

  1. Lange Nacht der Computerspiele 2026
  2. Twitch Kanal von Dame Kira Mumpitz
  3. Missing Link: Lange Nacht der Computerspiele – wie das Spielefestival entstand
  4. Bildergallerie zur Spielenacht 2026 von Renè Meyer
  5. Radio Paralax – Alle Stände auf der LNC 2026

Spielenacht die Dreizehnte

Am 11. Mai im Jahre 2019 des Herrn, gab es die 13. Ausgabe der Spielenacht in Leipzig und ich war zum fünften Mal mitten im Getümmel, wieder einmal mit eigenem Stand.

Die Speielenacht in Leipzig ist das größte Event für Klassische Computer und Konsolen, sowie analoge Spiele wie Pen and Papers, Tabletops bei uns in der Region. Offizielle Berichte über Besucherzahlen gab es zwar nicht, aber namhafte Vereine, die sich um den Erhalt alter Computer kümmern waren auch wieder unter den Ausstellern, wie begeisterte Hobbyisten mit ihren original Konsolen und Computern Marke Eigenbau.

Stand der MedienspürnaseStand der Medienspürnase Amiga 500 mit Lotus Turbo 3Brettspiel World of WarcraftRaspberry Pi im Atari GehäuseSci-Fi Schlachtensimulation auf einem TabletopSci-Fi Schlachtensimulation auf einem TabletopSammlung von Brettspielen

Zur Spielenacht in Leipzig gab es eine Fritzbox…

… mit Playstation Controllern dran, auf der Mario Kart 64 lief und dann noch mit Commodore Logo obendrauf? Wie passt das denn zusammen? Und wie zum Geier hast du es fertig gekriegt der Fritzbox ein Video-Signal und Audio zu entlocken? Das ist ja mal eine wirklich Sinnvolle Verwendung von so einer Fritzbox…

Erst einmal von Anfang an. Am vergangenem Wochenende, dem 21. April, war wieder einmal Spielenacht in Leipzig. Ich berichtete schon früher darüber. Diesmal war ich nicht nur zu Besuch dort, ich habe auch ausgestellt. Drei Systeme hatte ich am Start.

Einen Amiga 500 auf dem ich verschiedene Titel laufen hatte, unter anderem Lotus Turbo 3, Sidewinder, Turrican und diverse andere kurzweilige Spielchen, die zu so einem Event passen. Der (die) Amiga war schon der Alterspräsident unter meinen Systemen. Baujahr irgendwann zwischen 87 und 1990/92. Hardcorefans sehen schon am Gehäuse, welches Baujahr das genau ist. Die Altersangaben sind meinerseits nur um das System für Laien zeitlich einzuordnen.

Mein zweites System war dann doch nicht mehr ganz so retro. Es handelte sich dabei um eine Playstation 3. Die gibt es erst seit 2005, aber ich bin seit 2011 im Besitz einer Slim-Variante. Es liefen da unter anderem Soul Calibour 5, Steetfighter 4 Ultra, aber auch Need for Speed Hot Pursuit 2.

Das dritte System hatte es in sich. Es ist das jüngste meiner drei Systeme. Häufig mußte ich die Frage beantworten, was eine Fritzbox, mit einem Nintendo 64 (Mario Kart 64) oder Playstation One Sytem (Tekken 3), Commodore und den Controllern einer Playstation 3 zu tun hat. „Wie passt das denn zu sammen?“ Klang es häufig. „Wie zum Geier kriegst du auf einer Fritzbox Mario Kart 64 zum Laufen? Das ist doch nicht dein Ernst oder?“ Ein Nerd der meinen Stand begutachtete lachte sogar und meinte daß die Fritzbox sinnvoller für Spiele genutzt wird als für ihre ursprunglichen Zwecke…. ob der schon was geahnt hat als er die gesehen hat?

Die Fragen beantworte ich euch nach einigen Bildern zu meinem Stand und einigen Worten zum Event insgesamt.

Wieder hatte man bei sonnigem Wetter einige Retro- und Brettspielbegeisterte Aussteller zusammentrommeln können. Dazu gab es noch ein professionelles e-Sport Team, was seine Spiele auf den eigenen Rechner gezeigt hat, Robo-Fußball und wieder einmal Lötkurse vom Makerspace.

Aussteller waren wie immer recht international vertreten (wenn man nur das deutsche Bundesgebiet und Sachsen als Gastgeberland nimmt). Berlin, Nürnberg, Vogtland…. sogar Hamburg war mit Publikum vertreten (Grüße an Robin und Patrik vom Retrokompott).

Untermauert wurde das ganze wieder von zahlreichen tollen Vorträgen, die auch ziemlich gut wahrgenommen wurden.

  • Stand der Medienspuernase Seite 1 - Amiga 500 rechts und Links die Playstation 3
    Stand der Medienspuernase Seite 1 - Amiga 500 rechts und Links die Playstation 3
  • Roboter Fußball
    Roboter Fußball
  • Familienspaß an der Commodores Fritzbox mit Mario Kart 64
    Familienspaß an der Commodores Fritzbox mit Mario Kart 64

So, jetzt die Geschichte, die hinter der ominösen Playstation-Fritz-Commodore-Box auf der auch noch ein Nintendo 64 Spiel lief steckt.

Die Idee kam mir bereits letztes Jahr, als ich eine defekte Fritzbox 7390 aus dem Elektroschrott gezogen habe. Die Elektronik an sich war mit meinen eher begrenztem Wissen in Elektrotechnik nicht zu reparieren. Das Gehäuse hat es mir aber ein bisschen angetan. Als erstes habe ich in den Boden ein paar 3 mm große Bohrungen gesetzt – für einen Raspberry Pi Modell 3 und einen 50 mm großen Radiator, der das ganze System ein bisschen kühlen sollte, sowie eine kleine Zugentlastung für die Anschlüsse (HDMI).

Die Fritzbox mit diesem flunderartigem Gehäuse im rot-grauem Look wird hierzulande recht gut verkauft und steht mit Sicherheit in vielen deutschen Haushalten. Gehäuse, die direkt für den Raspberry Pi hergestellt werden, stapeln sich bei namhaften Versandhändlern in den Regalen und werden auch haufenweise für mehr oder minder wenig Geld an den Bastelfritzen gebracht. Das naheliegenste für mich war, das Gehäuse der Fritzbox professionell von einer Künstlerin brushen zu lassen. Sie hat es tatsächlich geschafft, diesem Stück Plastik das Aussehen eines alten und abgewetzten Computers zu geben. Als Amigafan konnte ich es mir natürlich nicht verkneifen ein Logo meiner Lieblingscomputerfirma auf die Oberseite brushen zu lassen. Die Tarnung der Fritzbox ist perfekt gelungen. Vielen Dank für ein wirklich gelungenes Werk Alexandra.

Was die Wahl meiner Controller angeht… Da gibt es weder Geheimnisse oder Gerüchte drum herum. Zum ersten ist das eine recht praktische Überlegung gewesen und zweitens eine finanzielle. Die oben gezeigte Playstation 3 steht sowieso bei mir unter dem Fernseher und dient nicht primär nur zum Spielen sondern auch als BluRay und DVD Player ohne Regionalcodes. Zwei Controller lagen schon bei und die beiden anderen, naja die sollten da als Reserve dienen, fals einer ausfällt und auch meine Commodore-Fritzbox mit Nintendo-Faible bedienen, was ja auch super geklappt hat.

Commdores Fritzbox 1Commodores Fritzbox Innenleben 2Commodores Fritzbox Innenleben 1Commodores Fritzbox Innenleben

Kurz vor der Spielenacht stand dann auch das Design und das Gehäuse war fertig. Im Vorfeld wurde eine Software auf Basis von Rasbian aufgesetzt. Raspbian ist eine für den Raspberry Pi angepasste Version von Debian. Es liefert schon eine Auswahl an Emulatoren mit und einige weiter kann man sich aus dem Netz nachladen. Das Linux mit den Emulatoren ist an sich frei erhältlich, Linux ist Opensource und die Emulatoren dazu auch. Das System heißt (Bastler werden es kennen) Retro-Pi. Retro-Pi hat als Grundlage das oben beschriebene Raspbian, welches eben für die Emulatorengeschichte noch ein bischen mehr angepasst wurde, damit Spiele und andere Software richtig läuft. Die Spiele an sich und die Firmware einiger Konsolen sind allerdings sogenannte Abandonware und werden nicht mitgeliefert. Abandonware – das bezeichnet eine Software, wo man nicht mehr weiß wo die Urheberrechte liegen. Spiele muß man sich allerdings erst noch in das System einpflegen, je mehr es sind, desto länger dauert es :whistle:

Ein Emulator ist im Prinzip auch nur eine Software, die einen alten Computer oder eine Spielkonsole simuliert und den Spielen, die ausgeführt werden sollen, eine Umgebung bietet, wo sie drin laufen können.

Update zur Commodore-Fritzbox

Aktuell kamen auf verschiedenen Kanälen weitere Fragen zur Fritzbox herein, die ich an dieser Stelle noch gerne beantworten möchte.

Als Softwaregerüst habe ich, wie schon erwähnt Retro-Pi verwendet, ein auf Emulation angepastes Raspbian mit einem eigenen Desktop, der stark an den der Playstation angelehnt ist. Emuliert habe ich im Prinzip Geräte wie den Tandy von RadioShark, verschiedene Atari Konsolen und Heimcomputer (Atari VCS, Atari 2700, Atari ST…) verschiedene Geräte von Commodore (Amiga, C64, C128…), Spectrum ZX80/81, Schneider und Amstradt CPC, Diverse Nintendokonsolen (NES, SNES und N64) sowie die Playstation One sowie mit der DOS-Box MS-DOS PCs.

Die meisten Ressourcen des Raspberry Pi verschluckt die Emulation von Spielen der N64, da taktet der kleine Kerl in der Fritzbox ziemlich hoch. Zwecks Luftzufuhr habe ich den Auf den Kopf gestellt (Prozessor nach unten) und einen 50 Millimeter Lüfter installiert, den ich an den 3,3 Ampere GPIO-Pin des Raspberry Pi angeschlossen habe. Wenn diese Konsole mal nicht zum Spielen benutzt wird, steht sie mit Kodi (auf einer anderen Speicherkarte) zum Filme und Serien streamen am Fernseher genutzt.

Verwendet wird eine 32 GB MicroSD Karte von Samsung als Datenträger. Die größten ROMs, die darauf gespeichert sind, sind die der Playstation One, da die damals schon ein CD Laufwerk hatte und man den Speicher auf den Sliberscheibchen (650 bis 700 MB) voll ausnutzte.

Links:

  1. Alex die Airbrusherin
  2. Bilderstrecke der Spielenacht 2018
  3. Retrokompott Podcast

Die lange Nacht der Spiele in Leipzig feiert Jubiläum

Spielenacht 2016Professor BastianRene MeyerPetro TyschtschenkoC64C64 StreckeC64 mit selbstgebauten Erweiterungen - 160 GB Festplatte und CD-Brenner im Gehäuse eines 1541 Floppy-Laufwerkes von CommodoreAmiga 600ZX SpectrumKC85Nintendo EckeFPGA KonsoleDOS ArenaDOS Arena 2Pong AutomatPong Automat InnenlebenPong Variante mit RoboternAutonomes Modell AutoRGB - VGA ConverterRennsimulatorMusik aus Gaymboys und Nintendo 3DSMensa - Das Brett und Kartenspiuelparadies der SpielenachtEs wird auch fleißg an Brettspielen gespieltVerschiedene Brettspielumsetzungen von ComputerspielenWorld of Warcraft Strategie-BrettspielVerpixelt Chef Eric mit seinem Spiel Valkyria

Vergangenes Wochenende war es wieder soweit. Die Fachhochschule für Informatik und Medien in Leipzig hat wieder zur Langen Nacht der Spiele geladen, die zeitgleich auch ihr Zehnjähriges Jubiläum gefeiert hat.

Trotz Baumaßnahmen im Lipsius Bau der HTWK, haben sich die beiden Organisatoren Klaus Bastian und René Meyer wieder entschlossen, der Spielenacht zu ihrem zehnten Jubiläum zu verhelfen. Bekannte Gäste waren Petro Tyschtschenko (Commodore Deutschland Chef), Patrick Nevian (Hülsbecks Piano Collenction), Jörg Rittershaus (Tronimal), Ludwig Leitner (Lando) und diverse andere Künstler und Bekannte aus der Szene. Doch dazu später mehr.

Der Beginn

Recht früh am Nachmittag (etwas um 14 Uhr) hatte die Veranstaltung geöffnet, ich war allerdings schon gegen 13 Uhr vor Ort und konnte den meisten Hobbyisten schon beim Aufbauen ihrer (Uralt)Hardware auf der Retrostrecke zusehen. Dabei waren auch wieder einige bekannte Gesichter om letzten Jahr. Tyschtschenko hatte wieder seinen Stand in der unmittelbaren Nähe der Commodore Hobbyisten und verkaufte neben seinem Buch auch Gehäuse und Netzteile für den 1200er Amiga aus irgendwelchen restbeständen, die er irgendwo gefunden oder erworben hat.

Wie letztes Jahr auch, hat man wieder die unterschiedlichsten Retro-Computer und Konsolen aus der Vergangenheit bewundern dürfen. Die Besitzr der Ausstellungsstücke erlaubten esogar, die alten Geräte ausgiebig zu testen und Spiele darauf zu daddeln. Auf Wunsch wurde sogar andere Software darauf gezeigt. Die meisten der ausstellenden Hobbyisten standen auch noch Rede und Antwort zu ihren zumeist Lieblingsgeräten. Sogar aus Nürnberg kam man angereist. Einen eigenen Bereich bekamen PCs aus der DOS Ära, wo alte Games gezeigt wurden und man als Besucher auch ausgiebig testen und spielen konnte.

Internationale Chiptunes

Etwas Internationaler wurde ist, als am Abend (nach 18 Uhr) ein Konzert statt fand. Patrick Nevian spielte ein paar Stücke von Chris Hülsbeck – die er auch auf seiner CD „The Piano Collection“ vermarktet. Diese CD ist überall erhältlich, wo es Platten gibt. Lodwig Leither, alias Lando und Jörg Rittershaus mit dem Künstlernamen Tronimal gaben ein paar Stücke zum Besten. Beide nutzen eher unkonventionelle Musikinstrumente. Mit Sounds und Melodien aus Gameboy und Nintendo 3D, einem Mischpult und einer Anlage zauberten sie Musik (sie nahmen die Sounds aus verschiedenen Geräten und mischten diese live zu eigenen Songs und Musikstücken). Zu Hören waren sie noch den ganzen Tag in der Eingangshalle des HTWK.

Brettspiele und technische Spielereien

Wie Jedes Jahr gab es auch in der Mensa so einiges zu sehen. Brettspiele, Konfliktsimulationen, Kartenspiele und verschiedenes mehgr. Von den Ausstellern konnte man sich so einiges über ihre Hobbys erzählen lassen und war auch eingeladen eine Runde mitzuspielen.

Weiter im Erdgeschoss zeigten die Bastler vom Makerspace ihr Können – Drohnen und 3D Drucker waren hier angesagt und im Nebenraum bot die Hochschule Lötkurse (für Platinen und Halbleiter) an. Hat man sich von der Mensa und den Lötkursen trennen können, erwartete in der ersten Etage des Lipsius Bau ein Anime-Kino, sowie verschiedene Projekte von Studenten. Ein interessantes Projhekt war ein autonomfahrendes Modellauto. Im Inneren des Autos ist ein vollwertiger PC mit Prozessor, RAM, Festplatte, Lüftern und so versteckt, sowie verschiedene Platinen und Coprozessoren für Sensorik. Als Betriebssystem für das Auto nahm man ein speziell angepasstes Ubuntu (ein Linux) und dazu selbst erstellte Software, für die Steuerung und Messdatenauswertung der Sensoren – alles muß und wird in Echtzeit berechnet. An einer Leinwand zeigte man via Beamer, wie das Auto seine Umwelt und Hinternisse wahr nimmt.

In  der Etage Drei – Etage zwei war schon die beschriebene Retro-Computingstrecke – gab es neben einer Spieleschau auch Turniere in Tetris, diversen Prügelspielen (Street Fighter, Tekken usw). Bei diesem Turnier konnte sich jeder anmelden und es gab verschiedene Preise zu gewinnen.

Neben diesen Turnieren war noch der Leipziger eSports Verein anwesend, der die lange Nacht der Spiele reginale Gamer mit verschiedenen Titel zusamnmen bringen wollte. Leaque of Legends, StarCraft und einige andere Titel wurden hier gespielt.

Um die Spielenacht herum, gab es wieder ein umfangreiches Vortragsprogramm über Spiele, alte Computer und neue Spiele für alte Computer. Petro erzählte in einem Vortrag Annekdoten aus seiner Zeit bei Commodore und danach.

Ergänzt wurde die Spielenacht durch ein Roboterfußballturnier in der Sporthalle der Hochschule, sowie eine Spieleschau von jungen (und älteren) Entwicklern. Eric Oehmichen (ehemals RPG Schmiede Leipzig) zeigte sein Spiel Valkyria, was als Fork von Das verlorene Königreich gilt. Es basiert auf dem Game, was die Jungs letztes Jahr schon bei der Spielenacht vorgestellt haben und ist ein Rollenspiel im Stile des alten Zelda – also in Kacheloptik. Gebaut wird das ganze im RPG Maker und Photoshop (einige Grafiken). Zu erreichen ist der „Chefentwickler“ dieses Games auf Facebook. Vielleicht gibt es ja demnächst einen Download zum Spiel um es ausführlicher zu testen.

Fazit

René Meyer und Professor Klaus Bastian haben wieder ein tolles Event (trotz Bauarbeiten) auf die Beine stellen können, was in der Szene mittlerweile schon ein bisschen als Ersatz für die abgewanderte Gamesconvention ist. An dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank an beide Organisatoren. Hoffentlich habt ihr nächstes Jahr wieder soviel Zeit und Elan die elfte Ausgabe der Leipziger Spielenacht auszurichten.

Mit diesem Artikel feiert hier bei der Medienspürnase auch ein neues Gadget sein Debüt (zumindest hier). Meta Slider heißt das Plugin. Es ermöglicht Bilderstrecken schön kompakt zu veröffentlichen, ohne den Artikel zu sehr aufzublähen und zu verlängern. Am Anfang dieses Artikels befindet sich die erste Bilderstrecke über die Spielenacht.

 

Links

  1. Leipziger Spielenacht
  2. RPG Schmiede
  3. Rumgepixelt bei Facebook
  4. Ein Insider packt aus – Petro Tyschtschenkos Buch über Commodore und Amiga
  5. RPG Maker