
Seit gestern ist es offiziell. Die Lange Nacht der Computerspiele ist dem Teeniealter entwachsen. Sie feierte gestern ihren 20. Geburtstag. Und eure Medienspürnase war wieder mit Spielen, alten Konsolen und der treuen Fujifilm X-t30 dabei.
Ich bin ja seit 2015 jedes Jahr vor Ort auf der Langen Nacht der Computerspiele gewesen, teils als Aussteller, teils als Besucher, um die Spielenacht mit allen ihren Facetten zu erleben. Zieht man die beiden Corona-Jahre 2020 und 2021 ab, in denen die Nacht der Computerspiele nur virtuell statt fand, war ich heute das neunte Mal auf diesem Event. Eigentlich wollte ich dieses Jahr wieder als Besucher kommen, da ich letztes Jahr ausstellte, aber so ein Jubiläum ohne alte Geräte und Brettspiele aufzusuchen, erschien mir nicht ganz richtig.
Jetzt würde ich eigentlich wieder schreiben, welche Aussteller dabei waren, einige deren Projekte vorstellen und eine Bildergallerie in den Artikel einfügen. Aber zum Jubiläum dieses Events gehe ich ein bisschen anders an diesen Bericht heran. Mir kam so ein Gedanke, das in Form einer kleinen Rückschau zu machen, über meine Erlebnisse und Erfahrungen dort.
Was hat mich 2015 zur Spielenacht gebracht?
Wer mich kennt, der weis, daß ich Gaming liebe, vor allen haben es mir in den letzten Jahren alte Computerspiele aus meiner Jugend angetan. Ich bin mit einem Amiga, der Spielekiste perse sozialisiert worden. Dort bin ich Kontakt mit einigen der großen Spielereihen, die bis in die heutige Zeit immer wieder neue Teile und Inhalte erfahren, gekommen. Die Siedler, Civilization (ja den Teil 6 liebe ich), UFO: Enemy Unknown, Streetfighter, Mortal Kombat und viele mehr. Brettspiele hingegen spielten in meiner Jugend eher eine untergeordnete Rolle, weil in unserer Familie eher wenig gespielt wurde. Aber dennoch üben die einen gewissen Reiz auf mich aus.
Irgendwann im April 2015 – ich hatte gerade Urlaub und kam von einer Reise zurück – las ich in der Lokalpresse nur eine kleine Anzeige „Die Lange Nacht der Computerspiele in Leipzig“. Das klang ja mal interessant Reisetasche in die Ecke geschmissen und mich in den Zug nach Leipzig gesetzt und hingefahren. Und dann auch noch Prompt auf diesem Event Petro Tyschtschenko von Commodore Deutschland kennen gelernt. Und auch 2016 wieder getroffen.
Was ist die Lange Nacht der Computerspiele und was bdeutet sie für mich?
Ich habe die Computerspielenacht nie als reines Computerspiele-Event wahrgenommen. Ja klar, es geht um Computerspiele, moderne und alte Spiele aus meiner Jugendzeit. Aber es gibt auch tolle Vereine, die sich um Brettspiele, Tabletops, Pen and Papers kümmern auf der Spielenacht. Wer meine Artikel über die Spielenacht verfolgt, weis wovon ich genau schreibe. Es gibt schon zig Bilder dazu, und dieses Jahr werden es wieder mehr.

Aber die Spielenacht ist mehr als nur spielen, socken und würfeln. Wer regelmäßig vor Ort ist weis, daß unteer den Ausstellern jedes Jahr einige Gesichter immer gleich bleiben, die einfach jedes Jahr vor Ort sind. Aber es kommen auch neue Aussteller hinzu. Mit den Gästen verhält es sich ähnlich. Viele Gäste lassen sich jedes Jahr blicken. An dieser Stelle grüße ich einmal Kira Mumpitz (deren Twitch-Kanal ich hier am Ende verlinke) und Sir Sven. Unter den Gästen sind auch immer viele Kinder und Jugendliche, die dieses Event geniesen, aber auch etliche Leute im Rentenalter, die entweder wegen den Retrocomputern kommen oder wegen ihren Enkeln. Für mich ist die Lange Nacht der Computerspiele ein Event, bei dem ich Spielebegeisterte Menschen aus ganz Mitteldeutschland treffen kann, um mich mit ihnen auszutauschen. Und gerade für etliche Aussteller in der Retrocomputerszene ist die LNC ein Treffpunkt. Leute aller Altersstufen kommen zusammen und haben für ein paar Stunden eine schöne Zeit.
Wie hat sich die LNC in den letzten Jahren gewandelt?
Ich glaube es war 2017, als das LNC-Urgestein und Gründer Renè Meyer die Organisiation der Spielenacht an weitere Professoren und die Studenten der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kunst (HTWK) übergab. Im Laufe der folgenden Jahre, insbesondere nach Corona, fielen einige Details der Veranstaltung, die ich lieb gewann, weg und andere kamen hinzu. Beispielsweise gab es bis 2016 Vorträge von Ausstellern zu gewissen Themen, die ich gerne mochte, aber dann weg fielen. Entweder fand sich da niemand mehr oder es bestand kein weiteres Interesse. Dafür kam aber irgendwann das Science Mash Up, ein Podiumsgespräch über die Gameskultur und die Soziologie um die Spiele herum.
Neben vielem analogen und altem Kram (Brettspiele und Retrokonsolen aus den 80ern und 90ern), hatte man auch moderne Sachen zu präsentieren. Virtual Reality ist hier das Stichwort. Daneben präsentierten die Studenten des HTWK ihre Projekte in Robotik – einen Roboter, der in einem kleinen Labyrinth seinen Weg finden musste (siehe Bildergallerie). Auch war wieder ein Spiel im Roboterfußball für Interessierte zu beobachten. Eine Retronase wie ich, fühlt sich daneben gleich alt ![]()
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Ein wesentlicher Bestandteil ist auch die e-Sport Szene. Die ist durch den Verein Leipzig eSports e.V. jedes Jahr vertreten und bietet da verschiedenste Turniere in verschiedenen Games an, die sogenannten LNC Masters. Das Ziel dieses Projekts ist es den eSport in die Breite zu bringen und massentauglich zu machen.
Mit Corona hielten die Stände von Indie-Entwicklern bei der Spielenacht Einzug. Sympatische Teams zeigen ihre Games, stehen Rede und Antwort und die allermeisten Games kann man auch schon ausprobieren. Das währe vielleicht auch eine Gelegenheit um Weggefallenes wieder zu beleben?
Wie war denn das Jubiläum der LNC?
Im Vergleich zu den Vorjahren war wieder etwas mehr los. Es kamen einige neue Aussteller im Retrobereich dazu und der PC-Pool, den ich jetzt in den letzten Jahren etwas vermisst hatte. Wie immer präsentierte sich die diesjährige Spielenacht bunt und offen für Jedermann. Als Aussteller in diesem Jahr kann ich das Organisationsteam wieder nur loben, man hat dieses Event von vorn bis hinten super durchgeplant und die Mitarbeiter und Studenten des HTWK, für Besucher und Aussteller unterwegs waren, waren sehr engagiert und halfen bei kleinen Problemchen, wie fehlenden Stühlen und Tischen oder einer herausgesprungenen Sicherung sofort. Als langjähriger Aussteller und Besucher möchte ich auch noch das Team um die Gastronomie würdigen. Dieses Jahr gab es wieder verschiedene Burger zur Auswahl, die wirklich lecker geschmeckt haben. Der oder die Küchencheff|in wird an dieser Stelle von mir zum Burgermeister erhoben.
Update am 11. Mai 2026
Wie ihr seht, habe ich einige Screenshots von Computer- und Konsolengames gemacht. An moderneren Flachbildschirmen geht das recht einfach. Da wechselt das komplette Bild 24 oder 60 mal (bei Filmen) und bei Games natürlich noch öfters in der Sekunde. Es wird bei dieser Art von Monitoren aber immer ein volles Bild gezeigt.
Bei Röhrenmonitoren ist das anders. Das läuft über Interlacing. Röhrenmonitore wechseln nicht das Komplette Bild, sondern bauen es Zeile für Zeile auf. Dazu wird das Gesamtbild in zwei Halbbilder geteilt. Die erste Bildhälfte staartet beispielsweise bei Zeile Nr. 1 und wird nach unten aufgebaut dazu wird immer eine Zeile übersprungen. Also es werden Zeile 1, dann 3, dann 5 usw. aufgebaut. Dann ist das zweite Halbbild dran, das füllt dann die Lücken und macht alle geraden Zeilen voll. Bei 50 Bildern pro Sekunde wird es dann schon etwas tricky beim Fotografieren, man muss da schon die Belichtungszeiten verlängern.
In Hellen Umgebungen suboptimal, da will man eher mit kurzen Belichtungszeiten fotografieren, in Dunklen Umgebungen braucht man schon längere Belichtungszeiten, aber da muss man ein sehr ruhiges Händchen haben und in der Umgebung keine Bewegung sein, sonst gibts Unschärfen.
Generell gilt bei PAL: Belichtungszeiten von Höchstens 1/50 Sekunde, länger ist natürlich besser. Auf Grund der Umstände (kein Stativ und die Umgebung) sind dann doch ein paar Streifen zu sehen.
Die obligatorischen Links am Ende

























































